DIE OASE VON JACQUIN

Experimentelles Umweltpädagogisches Zentrum
Die Oase von Jacquin

Die “Oasis de Jacquin” ist ein Grundstück inmitten der Natur auf der Halbinsel Barú, das seit 2009 der Mutter Herlinda Moises Stiftung gehört.  Vision war einen Ort mit pädagogischen Eigenschaften zu kreieren, um den Umweltgedanken in der Region zu stärken.

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Das experimentelle Umweltbildungszentrum will ein Refugium für die Erhaltung und Wiederaufforstung von Zierpflanzen, Obstbäumen, einheimischen Arten und Mangroven sein. Gleichzeitig soll es als spielerischer Bildungsraum fungieren, um das Bewusstsein speziell von Kindern und Jugendlichen, aber auch anderer BesucherInnen für die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung auf unsere Ökosysteme zu schärfen. Die auf dem Gelände vorhandene Wetterstation ermöglicht außerdem Informationen über das Klima auf der Halbinsel und speziell am Ort der Oase zu erhalten und Klimaprozessen zu visualisieren.

Alle Initiativen auf dem Grundstück wurden auf der Grundlage der Kenntnisse und Erfahrungen der MitarbeiterInnen der Mutter Herlinda Moises Stiftung entwickelt. Sie zielen auf den Respekt für das Ökosystem und die nachhaltige Bewirtschaftung der Umwelt ab. 

Folgende Bereiche sind auf dem Gelände verfügbar bzw. vorgesehen: 

Baumschule: Baumschule für die Vermehrung einheimischer Pflanzen. Derzeit wird dem Rotary Club Cartagena de Indias ein Projekt für die Ausbildung von Einheimischen aus der Region vorgelegt, das auch eine Erweiterung der Gärtnerei um 370 Quadratmeter ermöglichen würde.

Kompostieranlage und kalifornische Wurmzucht: Wiederverwendung von Biomasse und biologischen Abfällen auf dem Grundstück zur Herstellung eines biologischen Düngers/Pflanzensubstrats für den Eigenbedarf und möglicherweise zum Verkauf. Die Anlage ist zu 80 % einsatzbereit.

Insektenhotel: gebaut, um die Vermehrung von Insekten zu unterstützen, die an der Zersetzung organischer Stoffe, der Bestäubung und der Schädlingsbekämpfung beteiligt sind. ist zu 85% fertiggestellt.

Garten von aromatischen und medizinischen Kräutern und Gewürzen (Teil des Lehrgartens): Eine Vielfalt von medizinischen und aromatischen Pflanzen, die Teil der einheimischen Arten am Rande des Aussterbens sind. Umsetzung beginnt gerade.

Bienenhaus: Es handelt sich um einen Bildungsraum von 24 Quadratmetern, der über die Bedeutung der Erhaltung und Förderung der Fortpflanzung dieser Insekten aufklärt, die unabdingbar für die Bestäubung und Vermehrung der einheimischen Flora und Fauna sind. Dabei wird berücksichtigt, dass die Bienen ein Element sind, das zum Gleichgewicht des Ökosystems und der globalen biologischen Vielfalt beiträgt, denn neben der Produktion von Honig ist die wichtigste Arbeit der Bienen die Bestäubung. 

Wetterstation: “ALLES IN EINEM”. Die Wetterstation ist mit Geräten zur Messung von Temperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Niederschlag ausgestattet. Ein Bildschirm zeigt Daten und Informationen über das aktuelle Wetter und Klima, die täglich an eine Plattform weitergegeben werden und dadurch für alle Internet zugänglich sind.

Umsetzung von pädagogischen Spaziergängen (geplant): Diese Pfade, die von den BesucherInnen allein begangen werden können, werden nicht nur den Begünstigten unserer Bildungsprogramme (Schule Madre Herlinda, El Puente está quebrado, Construyendo Valores, Construyendo Sueños (Ausbildungsporgramm) und die Kunst- und Werteschule Cayambe zur Verfügung stehen, sondern auch allen Bildungseinrichtungen, die in dieser Region tätig sind. Ziel ist es, das Bewusstsein der Gemeinschaften dafür zu stärken, was ihre Umwelt benötigt, und welche Maßnahmen zur Verbesserung umgesetzt werden können.

Handy App Station (im Entwurf): Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde das Konzept der mobilen Anwendung “Tukki” entwickelt. Ein Spiel, bei dem man einem Tukan helfen muss, seinen natürlichen Lebensraum zurückzuerobern, indem man die Pflanzen in der Oase erkennt und Fragen zu ihnen beantwortet.

Vogelbeobachtung: Teil des lebenden Zauns, der auf der linken Seite des Grundstücks errichtet wurde. Sein Zweck ist es, einen Bereich des Grundstücks als Rastplatz für die Vogelarten zu nutzen, die in dieser Region leben. Dafür müssen immer Früchte verfügbar sein, von denen sich die Vögel ernähren können.

Sport- und Freizeitbereich: Dieser Platz befindet sich in der Mitte des Grundstücks und wird aus einem Mehrzweckplatz für Fußball, Basketball und Volleyball bestehen, an den ein Bereich für Kinderspiele angrenzt.

Unterkunftsräume für Auszubildende: Platz für die Unterbringung von Auszubildenden und Besuchern, die auf dem Gelände Umweltarbeiten durchführen. Jede Hütte kann bis zu 12 Personen in mehreren Räumen beherbergen.

Kleintierzuchtgebiet: Es dient der Zucht von Wachteln, Legehennen und Kaninchen sowie dem Erlernen der Fortpflanzungsprozesse einiger Vögel und Säugetiere.

Projektpartner